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NAPIBAU

Ladenbau und gewerblicher Innenausbau in Hamburg

Wir bauen Gewerbeflächen in Hamburg um und aus: Fitnessclubs, Bäckereien, Apotheken, Ladenflächen und Büroetagen. Der größte Teil unserer Projekte liegt in diesem Bereich, und der schwierigste Teil daran ist selten die Wand, sondern der Betrieb, der weiterlaufen soll.

Ein Ladenbesitzer rechnet Bautage nicht in Wochen, sondern in entgangenem Umsatz. Eine Bäckerei, die vier Wochen zu ist, verliert nicht vier Wochen Umsatz, sondern einen Teil der Stammkunden an die Filiale zwei Straßen weiter. Ein Studio, das im Januar schließt, verliert genau den Monat, in dem die Verträge unterschrieben werden.

Deshalb ist die erste Frage bei einem Gewerbeumbau nie „Was kostet das?“, sondern „Wie viel davon geht, ohne dass wir schließen müssen?“. Wer darauf keine Antwort gibt, hat den Auftrag nicht verstanden.

Leere Trainingsfläche mit durchgehendem Boden in heller Holzoptik in einer historischen Halle; links ein großformatiges Schwarz-Weiß-Foto des Hamburger Hafens, rechts hinter einem Geländer ein Schwimmbecken unter einem Sheddach.
Holmes Place Bahrenfeld, Fitnessclub in Bahrenfeld. Zum Projekt

Was dazugehört

Umbau im laufenden Betrieb

Ein Umbau bei geöffnetem Geschäft ist kein Zufallsergebnis, sondern eine Planungsentscheidung, die vor dem ersten Bautag fällt. Wir teilen die Fläche dafür in Abschnitte, die nacheinander gebaut werden, und legen fest, welcher Teil des Geschäfts in welchem Abschnitt weiterarbeitet.

Zwischen Baustelle und Verkauf steht dabei kein Absperrband, sondern eine geschlossene Staubschutzwand aus Trockenbau oder Systemelementen, dicht bis zur Decke, mit eigener Tür. Was Lärm macht, also Abbruch, Stemmarbeiten, Kernbohrungen, legen wir in die Zeit vor der Öffnung oder nach dem Schließen. Was leise ist, läuft tagsüber weiter.

Jeden Abend übergeben wir den Teil, der morgens wieder Kundenfläche ist: gereinigt, ohne Werkzeug, mit freien Fluchtwegen. Das kostet jeden Tag Zeit, die im Angebot steht. Wir schreiben sie hinein, statt sie später als Nachtrag zu schicken.

Genauso wichtig ist, was Ihre Leute wissen: Welches Gewerk kommt wann, wo steht das Material, wer ist der Ansprechpartner, wenn ein Kunde fragt. Das gehört auf einen Zettel im Personalraum, bevor der erste Handwerker kommt.

Bäckereien: Bauzeit vor der Öffnung

Eine Bäckerei arbeitet nachts. Wenn die Backstube ab zwei Uhr produziert, fällt die Nacht als Bauzeit aus, dafür steht der halbe Vormittag zur Verfügung. Kühlung und Verkaufstheke sind dabei die Punkte, an denen der Bauablauf hängt. Zwei Filialen der Bäckerei Çağlar haben wir gebaut, in Altona und in Billbrook.

Fitnessclubs und Studios: Bereiche sauber trennen

Ein Fitnessclub hat lange Öffnungszeiten und kaum Nachtfenster, dafür Bereiche, die sich sauber trennen lassen: Kursraum, Trainingsfläche, Umkleiden, Sauna. Böden sind hier ein eigenes Thema, weil sie Gerätelasten tragen und Schall entkoppeln müssen. Aus diesem Bereich stammen drei unserer Projekte: Holmes Place in Bahrenfeld, Sport & Spa in Jenfeld und XTRAFIT.

Apotheken: eigene Anforderungen an Rezeptur und Lager

Eine Apotheke hat einen Versorgungsauftrag, dazu eigene Anforderungen an Rezeptur, Lager und Beratung. In Wandsbek haben wir eine Apotheke umgebaut.

Einzelhandel im Einkaufszentrum

Im Quarree Wandsbek ging es um die Bodenbeschichtung einer Ladenfläche, also um ein Objekt im Einkaufszentrum, wo Anlieferung, Lärm und Arbeitszeiten zusätzlich der Hausordnung des Centers folgen.

Sitzbereich einer Bäckereifiliale auf zwei Ebenen: rote Wand mit Bildschirm und Lautsprecher, Bistrotische mit Metallstühlen, Galeriekante mit Stahlgeländer und rot-weißem Absperrband, darüber eine Verkleidung in Ziegeloptik mit Holzbalken.
Çağlar Bäckerei Billbrook, Bäckerei in Billbrook. Zum Projekt

Hygiene: was Lebensmittelbetriebe verlangen

Wo Lebensmittel verarbeitet oder offen verkauft werden, entscheidet nicht der Geschmack über die Oberflächen, sondern die Reinigbarkeit. Wände und Böden müssen glatt, abwaschbar und beständig gegen Reinigungsmittel sein, Übergänge zwischen Boden und Wand am besten als Hohlkehle ausgeführt, damit sich in der Ecke nichts festsetzt.

Dazu kommen Bodenabläufe mit Geruchsverschluss, ein Handwaschbecken, das ohne Handkontakt bedienbar ist, getrennte Wege für Ware und Abfall sowie ein Personalbereich, der nicht durch die Produktion führt. Was davon in Ihrem Fall vorgeschrieben ist, hängt an der Betriebsart und steht im Hygienekonzept, das die Lebensmittelüberwachung des Bezirksamts kennt.

Wir bauen nicht das Konzept, wir bauen danach. Praktisch heißt das: Wir lassen uns die Auflagen vor dem Angebot zeigen, wählen Fliesen, Fugenmasse, Sockel und Türen danach aus und planen die Bauabschnitte so, dass Produktion und Baustelle nie denselben Raum teilen.

Brandschutz und Fluchtwege im Verkaufsraum

Sobald eine Fläche als Verkaufsstätte gilt, gelten für Rettungswege, Türen und Materialien eigene Regeln. Ob und ab welcher Größe die Verkaufsstättenverordnung für Ihre Fläche greift, hängt an Größe, Nutzung und Gebäude. Das klären wir vor dem Angebot mit dem Bezirksamt und, wo nötig, mit einem Brandschutzplaner, statt es hinterher an der Abnahme zu erfahren.

Im Bau wirkt sich das an drei Stellen aus. Erstens die Fluchtwege: Breite, Führung und Türen, die in Fluchtrichtung aufschlagen, auch während der Bauzeit. Zweitens der Trockenbau: Wände und Decken mit Feuerwiderstand müssen exakt nach Systemvorgabe gebaut werden, samt Abschottung jeder Leitung, die hindurchgeht. Drittens die Materialien: Bodenbeläge, Dämmung und Verkleidungen brauchen die geforderte Baustoffklasse, und die Nachweise dazu gehören in die Übergabemappe.

Das ist der unspektakulärste Teil eines Ladenumbaus und einer der Gründe, aus denen Eröffnungstermine kippen.

Barrierefrei in den Laden und durch den Laden

Barrierefreiheit im Verkaufsraum ist zuerst eine Frage der Maße: ein schwellenloser oder mit einer Rampe erschlossener Eingang, ausreichend breite Türen, Gänge zwischen den Regalen, in denen sich ein Rollstuhl oder ein Kinderwagen drehen kann, und ein Bereich an der Theke, der abgesenkt ist.

Vieles davon kostet im Umbau nichts, solange es vorher feststeht, und viel Geld, sobald die Regale stehen. Wir sprechen das deshalb beim Aufmaß an, auch wenn keine Auflage dazu zwingt. Für Praxen, Apotheken und öffentlich zugängliche Flächen ist es ohnehin regelmäßig Teil der Genehmigung.

Technik, die im Gewerbe dazugehört

Gewerbeflächen scheitern selten am Trockenbau und häufig an der Technik dahinter. Eine Kühltheke braucht einen Anschluss, oft auch eine Verflüssigereinheit an einer anderen Stelle des Gebäudes. Ein Backofen braucht Starkstrom und Abluft. Ein Studio braucht Lüftung, die den Luftwechsel schafft, und Böden, die Gewichte aushalten.

Wir koordinieren diese Gewerke und bauen die Voraussetzungen: Leitungswege, Durchbrüche, Unterkonstruktionen, Schallentkopplung, Estrich und Beschichtung. Für Licht arbeiten wir mit Lichtplanern zusammen, weil Verkaufslicht und Arbeitslicht zwei verschiedene Dinge sind und im Laden beides gebraucht wird.

Wo Sie Geräte selbst beschaffen oder ein Lieferant die Einrichtung stellt, brauchen wir früh die technischen Daten. Ein Anschluss, den niemand vorher kennt, ist der klassische Grund für einen Nachtrag.

Filialkonzepte und Vorgaben der Zentrale

Bei Ketten und Franchisebetrieben steht das Konzept vorher fest: Materialien, Farben, Möbel, Beschriftung, teils bis zur Leuchte. Wir bauen danach und stimmen uns mit der Bauabteilung der Zentrale ab, statt eigene Vorschläge zu machen, die später wieder herausmüssen.

Gleichzeitig steht Ihre Fläche im Bestand: alte Decke, ungerade Wände, ein Grundriss, den kein Handbuch kennt. Zwischen Konzept und Bestand zu vermitteln, also zu sagen, was sich eins zu eins umsetzen lässt und wo eine Freigabe nötig ist, gehört bei uns zur Bauleitung. Bei Ihnen bleibt die Entscheidung darüber, wen Sie fragen.

Vom ersten Termin bis zur Übergabe

So gehen wir vor

  1. Fläche aufnehmen, Betrieb verstehen

    Wir messen auf und fragen zuerst nach Öffnungszeiten, Lieferzeiten, Stoßzeiten und Bereichen, die niemals stillstehen dürfen. Daraus entsteht später der Bauzeitplan.

  2. Auflagen und Freigaben klären

    Brandschutz, Hygiene, Barrierefreiheit, Mietvertrag, Hausordnung des Centers, Vorgaben der Zentrale: Was gilt, klären wir vor dem Angebot, nicht nach dem Rückbau.

  3. Bauabschnitte und Zeitfenster festlegen

    Wir schneiden das Projekt in Abschnitte und legen fest, was innerhalb und was außerhalb der Öffnungszeiten läuft. Sie sehen, welcher Bereich wann nicht nutzbar ist.

  4. Rückbau und Trockenbau

    Staubschutzwände stehen, bevor die erste Wand fällt. Danach entstehen Grundriss, Decken und Vorsatzschalen samt Brandschutzabschottungen.

  5. Technik und Oberflächen

    Elektro, Anschlüsse, Lüftung und Licht kommen vor Böden und Oberflächen. Bodenbeschichtungen und Fliesen brauchen dabei Zeitfenster ohne Verkehr auf der Fläche.

  6. Einrichtung, Abnahme, Eröffnung

    Einrichtung und Geräte kommen hinein, wir gehen die Mängelliste durch, reinigen und übergeben die Fläche eröffnungsbereit mit allen Nachweisen.

Was den Preis bestimmt

Ein Gewerbeumbau wird nicht nach Quadratmetern kalkuliert, sondern nach Auflagen, Technik und Zeitfenster. Diese sechs Punkte bewegen den Preis am stärksten:

Zahlen nennen wir nach der Besichtigung, dann als Angebot mit einzeln ausgewiesenen Positionen.

Projekte aus diesem Bereich

Wo wir das machen

Gearbeitet wird in der ganzen Stadt. Für diese Stadtteile haben wir eine eigene Seite mit der typischen Bausubstanz und den Auflagen vor Ort:

Häufige Fragen

Kann mein Geschäft während des Umbaus geöffnet bleiben?

In vielen Fällen ja, wenn sich die Fläche in Abschnitte teilen lässt und die lauten Arbeiten außerhalb der Öffnungszeiten laufen. Wir sagen Ihnen beim Ortstermin, welche Bereiche wie lange gesperrt sein müssen. Wo eine kurze Schließung günstiger und schneller ist als ein halbes Jahr Abschnittsbetrieb, sagen wir das ebenfalls.

Arbeiten Sie nachts und am Wochenende?

Ja, das gehört bei Gewerbeflächen dazu und ist bei Bäckereien, Studios und Filialen in Einkaufszentren oft die einzige Möglichkeit. Nachtarbeit ist teurer und in Wohngebäuden nicht überall zulässig, deshalb prüfen wir vorher, was am Standort erlaubt ist, und weisen die Zuschläge im Angebot getrennt aus.

Wer klärt die Auflagen mit dem Bezirksamt?

Die Abstimmung zu Brandschutz, Hygiene und Nutzung übernehmen wir gemeinsam mit Ihnen und, wo nötig, mit einem Fachplaner. Antragsteller und Betreiber bleiben Sie, weil die Auflagen an Ihrem Betrieb hängen und nicht an unserer Baustelle. Wir sorgen dafür, dass die gebaute Fläche zu dem passt, was genehmigt wurde.

Bauen Sie auch Möbel und Ladeneinrichtung?

Wir bauen die Fläche, also Wände, Decken, Böden, Technik und Oberflächen, und montieren die Einrichtung, die Sie oder Ihr Konzeptgeber liefert. Möbel entwerfen und tischlern lassen wir dort, wo es hingehört, und binden die Termine in den Bauzeitplan ein. So bleibt eine Bauleitung für den Gesamtablauf zuständig.

Was passiert mit Kühltheken, Backöfen und Trainingsgeräten?

Geräte werden je nach Abschnitt ausgebaut, zwischengelagert oder umgesetzt und danach wieder angeschlossen. Für die Anschlusswerte brauchen wir früh die Datenblätter, sonst passt der vorbereitete Anschluss nicht zum gelieferten Gerät. Arbeiten an Kälteanlagen führt der jeweilige Fachbetrieb aus, die Bauleistung dafür kommt von uns.

Bauen Sie auch Büroflächen und Praxen um?

Ja. Büro- und Praxisumbauten laufen nach derselben Logik wie ein Ladenumbau: Grundriss, Leitungen, Böden und Licht müssen sich dem laufenden Betrieb unterordnen, nicht umgekehrt. Dass wir auch in diesem Segment arbeiten, zeigen die Projekte an der Trostbrücke und am Heidenkampsweg, beides Gewerbeflächen im Bestand. Bei Praxen kommen Hygiene- und teils Strahlenschutzanforderungen dazu, die wir vorab mit Ihnen und den zuständigen Stellen klären.

Ladenbau & Gewerbeumbau geplant?

Schildern Sie uns kurz Objekt, Umfang und Wunschtermin. Wir sagen Ihnen, was machbar ist und woran es bei diesem Vorhaben erfahrungsgemäß hängt.

Unverbindlich und kostenfrei. Nach dem Absenden schauen wir uns Ihr Vorhaben an und melden uns mit einer ersten Einschätzung sowie den Fragen, die wir noch haben.